Presseerklärung

Presseerklärung zur Beschneidungsdebatte

Mit dem Urteil des Landgericht Köln vom 7.5.2012 ist eine Entwicklung in der Rechtswissenschaft in der breiten Öffentlichkeit bekannt geworden, die meines Erachtens begrüßenswert ist. Die erste Reaktion der deutschen Bundesregierung, allen voran der Bundeskanzlerin, war, Deutschland aufgrund der Judikative zur „Komikernation“ zu erklären. Der Bundestag beschloss völlig übereilt: Wenn die Beschneidung rechtswidrig sei, dann müsse sie eben rechtmäßig gemacht werden. Das hat nicht nur mich sehr erschreckt.

Mir ging es in der nachfolgenden Debatte immer und einzig nur darum, die Schwächsten der Gesellschaft, namentlich die Kinder und somit auch die von der religiösen Praxis der Beschneidung betroffenen Kinder, vor einer unnötigen und irreversiblen Körperverletzung zu bewahren.

In der emotionalen Wucht der Diskussion ist es mir leider nicht immer gelungen, die richtigen, maßvollen Worte zu finden. Weil mich der Dokumentarfilm „It’s A Boy!“ eines jüdischen Filmemachers zur Beschneidung sehr stark bewegte, habe ich mich zu einem Wutausbruch  und zu einem, wie ich in der Nachschau eingestehen muss, der Sache nicht angemessenen Gedicht hinreißen lassen.

Wenn nun der von mir geschätzte Herr Graumann äußert, mein Machwerk strotze nur so von hasserfülltem Hochmut gegenüber Juden und Muslimen, dann erfüllt mich das mit Sorge. Ich bin weder Antisemit noch Antimuslim, noch bin ich hasserfüllt oder möchte gar hochmütig erscheinen.

Ich bedaure aufrichtig, wenn ich diesen Eindruck gemacht haben sollte oder meine Worte diesen hinterließen. Und ich bitte noch einmal jeden, allen voran und persönlich Herrn Graumann stellvertretend für die Menschen jüdischen Glaubens, aber selbstverständlich auch die Menschen muslimischen Glaubens, insoweit um Entschuldigung.

Ulf Dunkel
1.1.2013

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48 Gedanken zu “Presseerklärung

  1. Also, als erstes möchte ich feststellen, dass ich glaube. Ich glaube fest an die Unvernunft des Menschen. Alles andere weiß ich, oder auch nicht.
    Was ich weiß, ist eine umfassende, unumstössliche Wahrheit!!!
    In der Bundesrepublik Deutschland darf man ALLES aber auch wirklich ALLES sagen oder denken!!!
    Es sei denn, das Thema betrifft Muslime oder Juden.
    Da hört unsere verfassungsgemäß garantierte Meinungsfreiheit auf!
    Warum das so ist, kann sich jeder vernunftbegabte Mensch denken.

  2. Wunderbar eingeknickt! Lesen Sie sich mal lieber das Forum im SPON zu diesem Thema duch. Dort finden Sie mehr Unterstützung und wenn Sie die Wahl gewinnen, dann sollten Sie den Anderen beibringen die Meinungsfreiheit zu akzeptieren. Kinder sollten diese Dinge selbst entscheiden und keine religiösen Fanatiker.

  3. Ich wünsche Ulf Dunkel alles Gute. Ich weiß, dass sein Engagement ehrlich ist und sich dem Wohle aller Kinder widmet. Viele seiner Kritiker haben schon längst jegliches Maß und Anstand verloren haben. Laß dich nicht unterkriegen.

  4. Ich finde es außerordentlich erstaunlich, wie hier – offenkundig ohne weiteres Nachdenken – alle Menschen, die von ihrem Glauben überzeugt sind und sich bemühen, nach dessen Regeln zu leben, zu „religiösen Fanatikern“ gemacht werden. Es ist natürlich sehr einfach, auf diese Weise ein Phantom – anderswo nennt man das Popanz – aufzubauen und darauf einzuprügeln. Es wehrt sich nicht, darum hat man immer Recht. Es kann einem nichts tun, darum kann man an ihm gefahrlos sein „Mütchen kühlen“ und anschließend im Bewusstsein davongehen, dass man es „denen aber mal so richtig gezeigt“ hat. Denen hat man nur eins gezeigt: die eigene Unfähigkeit, differenziert zu denken. Aber natürlich ist es jedem unbenommen, sich öffentlich derart zu entblößen.

    Natürlich schätzt Herr Dunkel den Herrn Graumann – wie sollte er auch nicht? Damit zeigt er doch, dass er keine Vorurteile gegen Juden hat. Er exkulpiert sich mithin selber. Ist das nicht eine raffinierte Taktik?
    Seine Texte sind mittlerweile so oft seziert und analysiert und interpretiert worden, dass ich mir das hier ersparen kann, sie sagen aber ganz deutlich das aus, was Herr Dunkel um alles in der Welt vermeiden möchte: Als vorurteilsbehafteter und bornierter Antisemit dazustehen.
    Die Beschneidung jüdischer Knaben war keine Frage und kein Problem, bis ein Herr Putzke (In gewissen Kreisen auch als Pimmel-Putzke bekannt) darin eine wunderbare Gelegenheit fand, sich „einen Namen“ zu machen. Wie weit seine Bestrebungen von einer allgemeinen Aversion gegen religiös fundiertes Verhalten bestimmt waren, wäre an Hand seiner Texte zu prüfen (und vielleicht sogar eindeutig nachzuweisen, aber das nur am Rande). Die von Herrn Dunkel beschworene „Entwicklung in der Rechtswissenschaft“ ist also gar keine Entwicklung. Sie ist, wie es ein berühmter juristischer Aufsatz einmal formulierte, „ein totgeborenes Kind, das sich bald im Sande verlaufen“ wird.

    • @ Rolf Flemming:

      Ich finde es außerordentlich erstaunlich, wie hier – offenkundig ohne weiteres Nachdenken – alle Menschen, die von ihrem Glauben überzeugt sind und sich bemühen, nach dessen Regeln zu leben, zu “religiösen Fanatikern” gemacht werden.

      Schön, daß es immer wieder Menschen wie Sie gibt, die die ausgesprochene geistige Schlichtheit von Beschneidungsbefürwortern und religiösen Fundamentalisten entlarven.

      Glaubensregeln sind soziale Konstrukte, die sich im Laufe der Zeit stark gewandelt haben. Wer heute Katholik ist, darf auch die Evolutionstheorie für wahr halten und die Erde um die Sonne kreisend sehen. Auch der größte Irrsinn auf dieser Welt wird religiös begründet, manchmal übrigens auch politisch – wie z.B. in totalitären Systemen. Da muß dann z.B. alles im Einklang mit der „Religion“ des Marxismus stehen.

      Sie dürfen als Jude oder religiös Besoffener auch gerne die Mißhandlung von kleinen Kindern als solche anerkennen.

      Das größte Hindernis bei vielen Juden und Muslimen für diese Erkenntnis ist die Tatsache, daß sie selbst beschnitten sind und dieses Trauma konsequent verleugnen. Es ist viel einfacher, sich sein Leben lang vorzumachen, daß die Eltern doch das beste wollten und alles ordentlich im Einklang mit der Religion ist, als dieses Verbrechen als solches anzuerkennen.

      Im übrigen ist es völlig egal, was ein Herr Putzke beabsichtigt hat, von mir aus kann auch ein Taliban gegen die Beschneidung klagen. Ihr Argument ist irrelevant. Die Tatsache, daß unsereins erst jetzt gegen die Beschneidung aufbegehrt, liegt schlicht darin, daß dieses „Ritual“ vor dem Urteil in Köln der Öffentlichkeit wenig bekannt war.

      Daraus nun einen Vorwurf zu stricken belegt einmal mehr die Paranoia fundamentalistischer Juden und ihre geistige Einfalt.

      Wahrscheinlich ist der jüdische Regisseur von „It’s a boy“ kein richtiger Jude?

      Viel Spaß in der Hölle – auf Erden geschaffen.

  5. @flemming


    vo n i hr e m G la u b en ü b er zeu g t sind und sich bemühen, nach dessen Regeln zu leben,

    Wie kommen Sie darauf, dass die Äußerungen Graumanns etwas mit Glauben zu tun haben und er als Gläubiger kritisiert wurde? Meines Wissens sind Juden israeli nationals, es handelt sich also um eine Staatsangehörigkeit.

    Weiter bin ich selber nach Artikel drei des Grundgesetzes ebenfalls qua Geburtsrecht israeli national, aber das Grundgesetz gilt wohl nur für Grünenpolitiker mit jeminitischem Vater und nicht für Kinder von männlichen Juden, weshalb ich ebenso wie die Palästinenser für Juden bin wie das Vieh („like cattle“, vgl. King’s Torah) und im Gegensatz zu meinem Vater die Mikve in Schleswig-Holstein nicht betreten darf („steht allen Juden und Jüdinnen offen“).
    Ich unterstütze die zutreffende Beurteilung und lehne es ab, dass Artikel drei des Grundgesetzes nach Auffassung der Grünen nicht für Jungen gelten soll.
    Warum die Grüne Basis es zulässt, das einer der ihren auf Zuruf des Zentralrats der Juden geschasst wird, wissen nur die Götter.

    Weiter haben Theodor Herzl und Sigmund Freud ihre Söhne nicht der Amputation des Präputiums zum Wohlgefallen der Nachbarn ausgesetzt und meines Wissens werden sie von Graumann nicht kritisiert.

  6. — Die Beschneidung ist völlig „harmlos“. — Nur dann und nur dann macht die Analyse von Rolf Flemming Sinn und könnte dem zustimmen.
    Laut Aussage von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger liegt aber die Traumatisierung von Kindern bei 0,01 Prozent weltweit. Bei 13 Millionen Beschneidungen im Jahr sind das jährlich 1300 Traumatisierte. Bei über Tausend Traumatisierten ist also der Eingriff gar nicht so „harmlos“ und kann daher der Analyse von Rolf Flemming nicht folgen.
    Auch die Tausend Traumatisierten haben ein Anrecht gehört zu werden.
    Da Kinder auch in Waisenhäusern vor dem „Beschneidungsgesetz“ nicht geschützt sind, kann es potenziell jedes Kind treffen, ob es die Eltern wollten oder nicht.
    Daher akzeptiere ich die Entschuldigung von Ulf Dunkel, da er in der Sache (laut Sabine Leutheusser-Schnarrenberger) Recht hat.

    PS: Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat dem Gesetz trotzdem zugestimmt, weil sie der Auffassung war, dass 1300 Menschen nicht viele sind. 1300 Menschen sind ein wie „kleines“ Dorf. In zehn Jahren eine „kleine“ Stadt und in einer Generation eine „kleine“ Großstadt. Und in 3000 Jahren …

  7. Die Zirkumzision mag in Einzelfällen aus medizinischen Gründen geboten sein, aber:
    Wenn ich jemandem auf der Straße begegne, sehe ich ihm gar nicht an, ob er beschnitten ist oder nicht, kann seine mögliche Religionszugehörigkeit an diesem Merkmal folglich nicht erkennen — und habe auch nicht das Bedürfnis, dies näher zu untersuchen.

    Falls das Zufügen einer irreversiblen Körperverletzung – entgegen der Aussage in unserem Strafgesetzbuch – keine Straftat sein sollte, was ist es dann?
    Oder ist Körperverletzung nur dann keine Straftat, wenn sie „religiös“ intendiert ist?
    Soll also das Begehen von Straftaten dann legitimiert sein, wenn dies als zur „ungestörten Religionsausübung“ gehörend deklariert wird?
    Das könnte einen beträchtlichen Interpretations- und Handlungsspielraum eröffnen.

    Mehr bei: islamprinzip.wordpress.com/angst/

  8. das parteiordnungsverfahren kommt.du hast ein geschlossenes antisemitisches weltbild.du bist ein nazi ,der sich bei den grünen eingeschlichenhat.du sprichst von sondergesetzen für juden,das ist wie rassengesetze.du loeschst hier beitraege.komm auf meine seite und nimm stellung.nazis raus aus den grünen

  9. P.S. Im rtl-videotext S.126 steht unter „Grüne stoppen Kandidaten“, dass die Briefwähler, die Ulf Dunkel bereits für den Landtag gewählt haben, vom Kreisverband Cloppenburg mit einem ätsch-bätsch, wir legitimieren jemand anderen mit Ihren Stimmen, abgespeist werden.

    Wir sind es ja gewohnt, das der wähler beim Aushandeln, wer die Bundesrepublik Deutschland regiert, welche Personen in den Bundestagsseilschaften die Fresskörbe untereinander aufteilen etc. ausser einer Generalvollmacht per Kreuz nichts zu melden hat und nur als potentielle Gefahr gilt, der man nicht zuviel Entscheidungsmacht geben darf, aber dass das jetzt schon auf Landtagsebene einreißt ist doch ewas befremdlich.

    Wird es dann nur noch Wahlplakate mit dem Joker geben oder steht neben den Bildern der Kandidaten dann ein Sternchen mit „Musterbeispiel, kann im Einzelfall abweichen“?

  10. Warum entschuldigen Sie sich, anstatt zu dem Gesagten zu stehen. Ein Mensch von Format würde nicht ein Wort davon zurücknehmen, sondern für seine Überzeugungen kämpfen. Bleiben Sie bei Ihrer Meinung, und wechseln lieber die Partei, die Blockparteien wird bald eh keiner mehr wählen.

  11. „Ich bedaure aufrichtig, wenn ich diesen Eindruck gemacht haben sollte oder meine Worte diesen hinterließen.“

    Sie bedauern also lediglich den Eindruck, der ihr Gedicht hinterlassen haben könnte. Das ist eine geradezu lächerliche Entschuldigung. Das ist so, also ob ein Schläger die Schmerzen des Opfers bedauert, aber die Schläge selbst nicht.

    wenn man bedenkt, was sie sonst noch so gegen Juden vom Stapel gelassen haben , wundert es einem letztendlich aber nicht.

  12. Verstehe ich die Presseerklärung richtig, dass Sie eingesehen haben, dass die Beschneidung von Kleinkindern doch nicht so schlimm ist? Dass Sie nun verstanden haben, dass die religiöse Tradition wichtiger und schützenswerter ist als der einzelne Mensch? Könnte man das so sagen?

  13. ///Die Beschneidung jüdischer Knaben war keine Frage und kein Problem, bis ein Herr Putzke (In gewissen Kreisen auch als Pimmel-Putzke bekannt) darin eine wunderbare Gelegenheit fand, sich “einen Namen” zu machen. Wie weit seine Bestrebungen von einer allgemeinen Aversion gegen religiös fundiertes Verhalten bestimmt waren, wäre an Hand seiner Texte zu prüfen (und vielleicht sogar eindeutig nachzuweisen, aber das nur am Rande).///

    Es sind solche schmierigen Postings wie das von Rolf Flemming, in denen die Befürworter der Zwangsbeschneidung hemmungslos mit Lügen und Verleumdungen arbeiten, bei denen es den Verteidigern der Kinderrechte oft schwer fällt, die Contenance zu bewahren.

    Ulf Dunkel hat sich leider dazu hinreißen lassen, sich auf dieses Niveau hinabzugeben. Er hat seinen Fehler eingesehen und verdient dafür Respekt.

    Auf der Gegenseite wird man vergebens auf eine Rückkehr zur Fairneß hoffen. Erol Özkaraca scheint leider recht zu haben, wenn er dieses Fazit der Beschneidungsdebatte zieht:

    „Die schärfsten Vertreter dieser Religionsgemeinschaften haben mit unserem Staat schon lange abgeschlossen und werden die Vertreter einer freien und offenen Gesellschaft niemals akzeptieren.“

    http://www.erol-oezkaraca.de/2012/11/3452/

  14. Ich wurde mit 6 Jahren beschnitten. Und ich wünsche allen „Beschneidungsbefürwortern“, dass Sie genau so beschnitten werden, wie dies mit kleinen Kindern geschieht, die sich nicht wehren können. Es gibt keine Worte in der deutschen Sprache, die für diese bigotten Typen stark genug wären. Zu allem anderen ist schon ausreichend geschrieben worden.
    Beschneidung von Kindern ist ein Verbrechen, das zu Recht in der Erklärung der Kinderrechte verurteilt wird.

    Dass Sie, Herr Dunkel, eingeknickt sind und eine Ergebenheitsadresse an Herrn Graumann schicken – warum machen Sie das? Warum lassen Sie zu, dass die Kritik an einer unmenschlichen Praxis mit Antisemitismus gleichgesetzt werden darf? Es gibt Dinge, die sind nicht in Frage zu stellen: Das Existenzrecht Israels. Das Selbstverteidigungsrecht Israels. Das Menschsein aller Menschen. Religionsfreiheit. Und das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Wenn Juden und Muslime letzteres anders sehen, dann müssen diese ihren Blickwinkel ändern, und viele tun das ja auch bereits. Die Beschneidung ist in Israel bereits auf dem Rückzug. Nur in Deutschland ist Kritik an dieser Praxis auf einmal „braun“.

    Und besonders erschreckend ist der Kommentar der „Linken Grünen“. Wollen Sie, Herr Dunkel, wirklich in so einer Partei sein? Kästner: „…nie sollst Du so tief sinken, von dem Kakao, durch den man Dich zieht, auch noch zu trinken.“

  15. Pingback: Ulf Dunkel, die Beschneidung und ein Rücktritt | Nics Bloghaus

  16. @Stefan

    Hier steht das ganze (?) Gedicht, tut ganz gut zu lesen, was gesagt werden musste – ich zitere zu wissenschaftlichen Zwecken:


    Anti Circumcision POEMS by Ulf Dunkel – S at ani c V er s e s ? – W i t c h H u nt

    […]

    Veröffentlicht am 01. 01. 2013 Anti- Circumcision = Anti- Semitism ?

    POEMS by Ulf Dunkel

    Warum hört ihr nicht, was die Babys euch sagen? Sie schreien sich die Seele aus dem Leib! Warum ist euer Herz so kalt gegen eure Kinder? Warum ist es so verloren an eure Religion? Arschlöcher seid ihr alle, blinde Fanatiker, seit Jahrhunderten und Jahrtausenden traumatisiert und habt das Trauma weiter und weiter gegeben.

    Wetzt das Messer, singt ein Lied, Ab die Vorhaut von dem Glied. Kinder können sich nicht wehren, darum müssen sie uns ehren. Wir verstümmeln, wir beschneiden Recht und Vorhaut; allen beiden muss man hier den Garaus machen, denn wir steh‘ n auf solche Sachen. Und ihr Schreien hilft so wenig, denn wer festhält, ist der König. Wir bestimmen, was hier Recht. Wer dagegen ist, ist schlecht. Gründe sind uns ganz egal, der Verstand, der kann uns mal. Bist Du für ein intaktes Glied, so bist Du gleich Antisemit.

    http: / / www. ruhrbarone. de/ der- dichtende- gruene- und- d ie -beschneidung/http: / / lyrikzeitung. com/ tag/ ulf- dunkel/

    Ulf Dunkel‘ s GENUFLECTION http: / / ulfdunkel. wordpress. com/

    .

    Soziales Engagement

    […]

    Kommentare des Nutzers, der das Video hochgeladen hat ( NeaFre a)

    NeaFrea vor 4 Stunden
    I just read Ulf Dunkel‘ s press release on his wo rd pr es s c o m bl og , wh ic h i s more of a genuflexion but only in respect to his u nf o rtu nate c h oic e o f w ord s . He does not renounce his opinion on circumc is ion tho ug h.

    Ich persönlich halte das Existenzrecht Palästinas und das Recht der Palästinenser auf Selbstverteidigung für selbstverständlich, die Gründung Israels in Bayern hingegen für fragwürdig, auch wenn das Hofbräuhaus das Herz des Holocausts ist.

  17. Ich finde das Gedicht nicht Antisemitisch, sondern nur starke Worte gegen Beschneidungen.

    Meinetwegen kann Ulf sich bei denen entschuldigen, die das Gedicht nicht nur als freie Meinungsäußerung verstehen, sondern einen Antisemitismus darein interpretieren, der dem Gedicht gar nicht anhaftet.

    Über 70 Prozent der Deutschen sind gegen Beschneidungen und bekommen, wenn sie Bilder davon sehen, nur den kalten Ekel.
    Religiöse Führer sollten anerkennen, dass nach der Aufklärung und in der modernen Zivilisation das barbarische Ritus der Beschneidung keine Mehrheit mehr findet.
    Ich verurteile Antisemitismus, muss allerdings sagen, dass das Gedicht sich einfach nur gegen Beschneidungen richtet, nicht gegen bestimmte Volksgruppen oder gegen bestimmte Religionen.
    Ein wenig mehr Toleranz gegenüber der Meinung der Andersdenkenden wäre wünschenswert.

    Es ist auch das falsche Signal, jetzt von dem Mandat zurückzutreten. Das bestärkt nur wieder irgendwelche Fanatiker, die am liebsten alle anderen Mundtot machen würden, um ihre kranke Weltsicht durchzusetzen.

    Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, welches verteidigt werden muss !

  18. Es ist ja ehrenwert, für den Eindruck um Entschuldigung zu bitten, den eine emotionale Reaktion gemacht hat. Nur, diese Entschuldigung wird vermutlich nicht kommen – weil in der Sache gar keine Einsicht besteht: Für Buchstaben-Gläubige aller Richtungen ist jemand, der darauf hinweist, daß religiöse Rituale etwa gegen Menschenrechte verstoßen, per se ein Angriff, egal, wie höflich oder einfühlsam er formuliert ist. Wer es diesen Leuten Recht machen will, muß auf eine eigene Meinung zu allen Dingen verzichten, die im Zusammenhang mit Religion stehen. Insofern klingt diese Richtigstellung doch sehr hilflos..

  19. Meiner Meinung nach gibt es hier seitens Ulf Dunkel nichts zu entschuldigen, er hat in seinem Gedicht klar Position für den Deutschen Rechtsstaat bezogen und damit gegen die auf Aberglauben gegründete Verstümmelung wehrloser Kinder.
    Zu entschuldigen haben sich aus meiner Sicht alle, die derartigen Druck auf unsere Politiker ausüben, dass diese es nicht einmal mehr wagen sich sich für das nach unserem Grundgesetz selbstverständliche Recht auf körperliche Unversehrtheit einzusetzen.

  20. Knicken Sie nicht ein, sondern stehen Sie zu Ihren Gedichten! Die Wortwahl mag hart sein aber der Beschneidungs-Vorgang ist es noch viel mehr. Die körperliche und seelische Unversehrtheit der Kinder sollte an oberster Stelle stehen. Religionen, die es nötig haben, ihren Nachwuchs auf eine derartig brutale und unwiderrufliche Art und Weise zu sichern, scheinen nicht in der Lage sein, durch Überzeugung zu wirken. Schlimm finde ich, dass unser Parlament derartige Brutalität und Verachtung der elementarsten Rechte der Unversehrtheit von Kindern auch noch sanktioniert. Und dann wird jegliche Kritik daran auch noch als Antisemitismus und Antimoslemismus abgekanzelt. Religionen, die eine Verstümmelung von wehrlosen Kindern verlangen,sollte man nicht achten, sondern nur ver-achten.

  21. Ich habe seit Bestehen der Grünen ausschliesslich diese gewählt.
    Ich habe immer geglaubt, daß das Recht auf körperliche Unversehrtheit, Gewaltfreiheit und Selbstbestimmung zu den Kernwerten grüner Identität gehören.
    Deshalb ist es für mich unfaßbar und schockierend, daß so viele grüne Bundestagsabgeordnete diesem Kinderverstümmlungsgesetz zugestimmt haben.
    Diese Leute zu wählen kann ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren.
    Wie will denn so jemand noch glaubwürdig für Tierschutz oder gegen potentiell schädliche Auswirkungen der Atom- und Chemie-Industrie eintreten?
    Ich halte das Gedicht von Ulf Dunkel für eine völlig berechtigte Meinungsäußerung!
    Vergleicht es doch mal mit den Schimpfnamen und Verleumdungen, mit denen die sogenannten „Heiligen Bücher“ gegen Un- und Andersgläubige hetzen!
    Herr Dunkel gehört mit den Befürwortern des Alternativ-Entwurfs zu den wenigen für mich noch wählbaren Grünen.
    Die Links-Grünen, die ihn hier als Nazi diffamieren, möchte ich fragen:
    Wollt Ihr nicht wahrhaben, daß die jüdische Idee von „Gottes auserwähltem Volk“ ebenfalls ein fundamental rassistisches Konzept ist?

  22. 0,01% traumatisierte Kinder?
    Ich habe mich gestern erlaubt ein Kommentar zu schicken, dass „weg moderiert“ wurde weil ich an die Tausende Kinder, die von USA/NATO/ISRAEL bomben traumatisiert worden und werden sind, erinnern wollte. Ich nehme an, diese paar Zeilen werden auch „weg moderiert“. Herr Dunkels ist eben feige oder wie in dem berühmten Mafia-Film „Der Tag der Eule“ von Leonardo Sciascia so ein Mann genannt wird: ein quaraquaquá…übersetzt eine Nullität.
    Blogs wo man „weg moderiert“ wird auch wenn nicht beleidigen gesagt wird, haben mit Demokratie nichts am Hut.
    …und jetzt weg moderieren bitte…

    • Der Kommentar von gestern wurde nicht freigeschaltet, weil er mit der Sache nichts zu tun hatte. Ich möchte die Beschneidungsdebatte nicht missbraucht sehen für irgendwelche anderen Debatten, so wichtig andere Themen auch sind. Es geht mir in der Debatte einzig um die Frage: Darf die Religion oder das Erziehungsrecht des einen den Körper eines anderen irreversibel verletzen?

  23. Ich bin einigermaßen fassungslos. Das geschieht mir selten.

    Gibt es wirklich Worte, die mehr Schmerzen, als ein Skalpell an einem Kinderpenis? Gibt es eindringlichere Gedichte, als das Schreien eines hilflosen Babies? Muss man zum Thema Beschneidung überhaupt noch etwas sagen? Reichen nicht die Bilder, die Töne von diesem barbarischen, sinnlosen Akt selbst? Fehlt Politikern in Deutschland wirklich eine entscheidende Information, um hier klare Stellung gegen einen bronzezeitlichen Kindsopferritus zu beziehen?

    Sind Parteien, wie die Grünen, nicht einst angetreten, die Übergriffe des Menschen an seiner Umwelt einzudämmen? Gehören Kinder nun nicht mehr dazu? Wie kann man mit seinem Gewissen vereinbaren, dass dieses Gesetz einen rechtsfreien – und nun durch Unrecht besetzten – Raum geschaffen hat, in dem es für einen neugeborenen, deutschen Staatsbürger zum schicksalhaften Pech wird, aus dem Leib einer jüdischen oder muslimischen Mutter in unser Land zu kriechen? Hinein in eine religöse Gemeinde, die keine Toleranz ihren eigenen Kindern gegenüber aufbringt, wenn sie unbeschnitten bleiben. Waren das nicht einst Gründe für Grüne, einzuschreiten, zu demonstieren? Gilt das heute nur noch für Legebatterien oder Atomkraftwerke?

    Das ist für mich wahrer Antisemitismus: Das Leid jüdischer (und muslimischer) Kinder ohne Antwort zu lassen.

    Herr Dunkel: Sie haben eine Antwort geliefert, deren Herkunft aus dem Herzen spürbar ist. Dafür meinen Dank und meinen Respekt. Sie wären für mich ein Grund, die Grünen zu wählen. Die Reaktion Ihrer Partei hat dies leider zunichte gemacht.

  24. „ antisemitischer und fremdenfei n d li ch er St er eo t yp e be d ie n t“

    Quelle: http://www.nwzonline.de/politik/niedersachsen/gruene-streiten-ueber-dunkel-gruene-streiten-ueber-dunkel_a_2,0,387598043.html

    Lustig: der Rücktritt von Künast und Roth wird gefordert, weil sie monatelang kein Verbot tiefer Empörung gefordert haben.

    Hätte man im Gedicht mehr übliche stereotype Floskeln wie „unshakeable friendship“ angesichts von Phosphorbomben auf Kinder oder ähnliche hoffähige Zynismen wie Rechtfertigung von Massenmord an Kindern als Schutz von Kindern einbauen müssen, damit es irgendwie demokratischer erscheint?

    Warum geht es bei den Grünen nur noch um Worthülsen und nicht mehr um Inhalte, sind alle Grünen Arschlöcher? Darf man morgen noch Scheiße sagen, oder kommt dann der Mundauswaschungsausschuss des Bundestages? Lassen Sie mich raten: kommt drauf an, welche Staatsangehörigkeit/ethnische oder religionszugehörigkeit der Sager hat, denn auch Holocaustvergleiche sind erlaubt, solange die Äußerer jüdische Beschneidungsrechtfertiger sind oder Netanyahu heißen. Sachanalysen unerwünscht.


    D u n kel s k r ud e antisemitische Thesen ließen sich bereits seit Anfang Oktob er i m I n t er n et f in d en .

    (Ebenda)

    Witzig, alle Bundestagsabgeordneten, die dem Sondergesetz nicht zugestimmt haben (147?) sind also antsemiten – fraktionsübergreifend. Weitere 1,8 millionen antisemiten haben wie ich auf avaaz.org für Palästina gezeichnet.

  25. Pingback: AliCologne

  26. Könnte eine Aufgabe für Sie sein…auch wenn mit dieser Sache nichts zu tun hat!

    Wenn Sie mit so viel Mühe die Rechte der Kinder vertreten, dann wäre eine Kampagne um die Menschen in Deutschland über die Schäden die die Benutzung von Uran-Angereichten Waffen in Falludscha und nicht nur in Falludscha bei Negeborenen verursachen. In Internet können Sie die Studien und Berichte von Dr. Chris Busby, Universität Ulster, Irland studieren…mit passender Bilder. Inzwischen berichten auch andere Wissenschaftler darüber.
    – Internet: Dr. Chris Busby, Falludscha –
    – Um etwas zu bewegen muss man bekannt sein. Ich kann nur Artikel darüber übersetzen, mit der Hoffnung dass ein paar Blogger sie lesen, mehr nicht.

  27. Ich war entsetzt, dass alle Abgeordneten aller Parteien aus meinen Wahlbezirken dem überhasteten Gesetz zugestimmt haben, das eine Beschneidung von Säuglingen und Kindern aus religiösen Gründen erlaubt.

    Alle Kirchenvertreter haben Parteien, Politiker, Medien beeinflusst um ein mögliches Beschneidungsverbot als Angriff auf die Religionsfreiheit aufzubauschen.

    Angeblich wäre jüdisches Leben in Deutschland nicht mehr möglich.
    Laut Thora folgt auf die zwingende Beschneidung zur Besiegelung des Bundes mit Gott direkt nachfolgend dass Unbeschnittene ausgerottet werden müssen – zum Glück für die (unbeschnittenen) Juden gilt dieser Satzteil nicht mehr als Teil der jüdischen Identität…..

    Mit dieser Logik wäre muslimisches Leben in Deutschland auch nicht möglich, wenn sie nicht ihre eigene Gesetzgebung zugestanden bekommen, basierend auf der Scharia.

    Die Beschneidungsdiskussion zeigte, wie sehr in Deutschland ein Klüngel zwischen Politikern und Kirchenvertretern besteht. Man unterstützt sich gegenseitig und wohlwollend.

    Dass ein Beschneidungsgegner und Landtagskandidat der Grünen so schnell zum Rückzug gedrängt wurde, ist bedauerlich und für mich ein Symptom unserer kirchenfreundlichen Politik(er). Die Menschen wenden sich von den Kirchen ab und konfessionsfreie werden zur Mehrheit, ohne dass die Politik dies zu Kenntnis nehmen will. Religionskundeunterricht in den Schulen wäre ein Beitrag zur Integration, stattdessen sind auch die christlichen Kirchen für die zusätzliche Einführung des islamischen Religionsunterrichts. Das gefällt den christlichen Kirchen besser als die Abschaffung des Religionsunterrichts.

    Die Trennung von Kirche und Staat, die Abschaffung der kirchlichen Privilegien, Subventionen und Ausnahmegenehmigungen (z. B. das kirchliche Arbeitsrecht) wäre angebracht. Damit das nicht passiert wachen die Kirchenvertreter über ihre Pfründe und über die Parteien und politischen Vertreter.

    Die politischen Vertreter, die der Kirchenlobby nicht gefallen, kann man manchmal leicht zu Fall bringen. Ulf Dunkel ist ein Beispiel. Das beherrschen die Kirchenvertreter mit ihrem strategischen Weitblick in der Regel besser als die vom Bürger gewählten Abgeordneten. Nur so kann man erklären, dass der Verfassungsauftrag der Weimarer Verfassung zur Vollendung der Trennung von Kirche und Staat in Deutschland nie vollendet wurde.

    Mir hat das Gedicht von Ulf Dunkel gut gefallen. Für eine zusätzliche Wortentgleisung hätte eine Entschuldigung gereicht. Dass es gleich zu Morddrohungen kommt, ist symptomatisch für religiöse Debatten mit Leuten die die Bibel, den Koran, und die Thora kennen und aus diesen Texten diese blutrünstigen Methoden anscheinend übernommen haben. Siehe Beispiel oben („ausrotten“).

  28. Machen Sie weiter! Sie haben nicht nur Recht, es gibt ein Recht auf freie Meinungsäußerung! Darüberhinaus gilt dies umso mehr für einen in freier geheimer Wahl gewählten Abgeordneten!

  29. @ Peter Frommel: „Die Beschneidung … bis ein Herr Putzke (In gewissen Kreisen auch als Pimmel-Putzke bekannt)“
    >> Das ist beleidgend und ohne Niveau
    „darin eine wunderbare Gelegenheit fand, sich “einen Namen” zu machen.“
    >> Das ist eine reine Unterstellung einer Frommel nicht bekannten Absicht.
    Wie weit seine Bestrebungen …, wäre an Hand seiner Texte zu prüfen (und vielleicht sogar eindeutig nachzuweisen,“
    >>> schon wieder eine Unterstellung.
    Was sich „bald im Sande verlaufen wird“ und von unseren Nachfahren belacht werden wird, sind die 2000 Jahre Gläubigkeit an diese Märchen aus dem Orient, was die abrahamitischen Religionen sind. Sollen doch diejenigen, die göttliche Gesetze anwenden, erst mal die Existenz ihres Gottes und die historische Echtheit ihrer so genannen heiligen Schriften beweisen, bevor sie daraus Befehle Gottes zur Beschneidung ableiten. Schon die Echtheit Moses und Abraham wird heute widerlegt.

  30. Und noch ein Gedicht: Aller Kinder Rechte

    Für alle Kinder dieser Welt,
    denen die eigene Kraft noch fehlt,
    richte ich heut meinen Appell
    an alle Herrscher dieser Welt.
    Erwachsene haben nicht das Recht,
    aus Glaube, Sitte oder Geschlecht,
    am jungen Menschen auszutoben
    einen Irrglauben, der käm von oben.
    Sie sollen doch erst mal beweisen,
    dass es das Wesen, das sie preisen,
    in Wirklichkeit auch gibt da droben,
    nicht nur in ihrem Kopf, verschroben.
    Für Kinder, gilt das Menschenrecht,
    uneingeschränkt vom ersten Tage:
    Unversehrt bleibe ihr Gemächt
    bis ans Ende der Kindertage.
    Allein ist es Kindes-Entschluss,
    ob es die Schöpfung ändern muss.
    Erwachsen soll es sich entscheiden,
    ob es will einen Schmerz erleiden.
    Kein so genanntes heiliges Schreiben,
    keine Jahrtausend alte Sitten,
    darf Erwachsene dazu treiben,
    zu solch irreversiblen Schnitten.
    Welches Credo, welch ein Vorwand,
    welch blinde, dumme Schlächterhand,
    kann verdammen so viel Kindlichkeit
    zu so viel Schmerz und so viel Leid.
    Es gibt Kinder, die nicht verstanden,
    und leichten Herzens doch verschwanden
    in den Tod und das Paradies,
    das ein Gläubiger verhieß.
    Wenn sie im Spiel auf Minen sprangen,
    ist ein Mozart vielleicht gegangen.
    Wenn das der Preis ist für Himmelsglück,
    auf welche Bosheit geht‘s zurück?
    Wie lang ist Politik bereit
    zu Verdunkelung und Feigheit,
    um zu verwischen aus dem Sinn
    die Menschenrechte für ein Kind.
    Ist ein Staatschef zu überzeugen,
    von Zeit zu Zeit mal mit zu heulen?
    Kann ein Minister sich berauschen
    und sein Herz mal kurz belauschen?
    Wenn doch woanders auf der Welt,
    das Kinder-Recht vor allem zählt,
    so lasst doch auch hier immerfort,
    Kinderrecht gelten, ab sofort.
    Lasset die Dummheit bald verstummen,
    lasst in verstaubten Büchern schlummern
    falschen Glauben und Sittenstreit
    bis in alle Ewigkeit.
    Ich habe nicht die Spur von Macht,
    aber voll Hoffnung und Bedacht,
    ist mein Appell, nicht nur für heut.
    Traget ihn weiter allezeit.
    Lasst ihn durch Mütter Kindern lehren,
    und lasst die Kinder ihn dann mehren.
    Ihr Väter seid dazu bereit,
    zu opfern etwas Männlichkeit.
    Für alle Kinder dieser Welt,
    denen das Herz der Eltern fehlt,
    richte ich heut meinen Appell
    an alle Herrscher dieser Welt.
    Für alle Kinder dieser Welt.

    Für alle Kinder dieser Welt,
    denen die eigene Kraft noch fehlt,
    richte ich heut meinen Appell
    an alle Herrscher dieser Welt.

    Erwachsene haben nicht das Recht,
    aus Glaube, Sitte oder Geschlecht,
    am jungen Menschen auszutoben
    einen Irrglauben, der käm von oben.

    Sie sollen doch erst mal beweisen,
    dass es das Wesen, das sie preisen,
    in Wirklichkeit auch gibt da droben,
    nicht nur in ihrem Kopf, verschroben.

    Für Kinder, gilt das Menschenrecht,
    uneingeschränkt vom ersten Tage:
    Unversehrt bleibe ihr Gemächt
    bis ans Ende der Kindertage.

    Allein ist es Kindes-Entschluss,
    ob es die Schöpfung ändern muss.
    Erwachsen soll es sich entscheiden,
    ob es will einen Schmerz erleiden.

    Kein so genanntes heiliges Schreiben,
    keine Jahrtausend alte Sitten,
    darf Erwachsene dazu treiben,
    zu solch irreversiblen Schnitten.

    Welches Credo, welch ein Vorwand,
    welch blinde, dumme Schlächterhand,
    kann verdammen so viel Kindlichkeit
    zu so viel Schmerz und so viel Leid.

    Es gibt Kinder, die nicht verstanden,
    und leichten Herzens doch verschwanden
    in den Tod und das Paradies,
    das ein Gläubiger verhieß.

    Wenn sie im Spiel auf Minen sprangen,
    ist ein Mozart vielleicht gegangen.
    Wenn das der Preis ist für Himmelsglück,
    auf welche Bosheit geht‘s zurück?

    Wie lang ist Politik bereit
    zu Verdunkelung und Feigheit,
    um zu verwischen aus dem Sinn
    die Menschenrechte für ein Kind.

    Ist ein Staatschef zu überzeugen,
    von Zeit zu Zeit mal mit zu heulen?
    Kann ein Minister sich berauschen
    und sein Herz mal kurz belauschen?

    Wenn doch woanders auf der Welt,
    das Kinder-Recht vor allem zählt,
    so lasst doch auch hier immerfort,
    Kinderrecht gelten, ab sofort.

    Lasset die Dummheit bald verstummen,
    lasst in verstaubten Büchern schlummern
    falschen Glauben und Sittenstreit
    bis in alle Ewigkeit.

    Ich habe nicht die Spur von Macht,
    aber voll Hoffnung und Bedacht,
    ist mein Appell, nicht nur für heut.
    Traget ihn weiter allezeit.

    Lasst ihn durch Mütter Kindern lehren,
    und lasst die Kinder ihn dann mehren.
    Ihr Väter seid dazu bereit,
    zu opfern etwas Männlichkeit.

    Für alle Kinder dieser Welt,
    denen das Herz der Eltern fehlt,
    richte ich heut meinen Appell
    an alle Herrscher dieser Welt.

    Für alle Kinder dieser Welt.

  31. Aktiv und offensiv gegen Beschneidung von Kindern einzutreten ist nicht antisemitisch. Es geht um den Schutz von Kindern, die sich nicht wehren können, und eine solche Diskussion muss auch im Islam und im Judentum erlaubt sein. Auch das Christentum hat sich einige archaische Sitten abgewöhnt (Hexenverbrennungen, Inquisition etc., auf die Gefahr, dass der Vergleich hinkt, aber vielleicht wird klar, was gemeint ist). Aufgeklärte Christen distanzieren sich heute von solchen Praktiken und glauben dennoch fröhlich weiter, es sei ihnen gegönnt. Der Spaß hört aber auf, wo man als Antisemit beschimpft wird, wenn man für körperliche Unversehrtheit und Sebstbestimmung von kleinen Kindern eintritt.

    Ich danke Ulf Dunkel für sein kleines Gedicht und hoffe, dass es in fünfzig Jahren, wenn die automatisierte Israelkritikverteufelung a la Friedman-Broder-etc. Geschichte ist, ein nüchterner Weg zur Interpretation bereitsteht. Wenn ich jedoch sehe, was für ein politischer Druck auf Ulf Dunkel wegen eines Gedichts (Hallo? Freiheit der Kunst?) ausgeübt wird, habe ich doch Bedenken hinsichtlich der demokratischen Tradition bei den Grünen. Echt jetzt, stellt euch hinter euren Mitstreiter, kämpft gegen Verstümmelung von Kindern UND gegen Antisemitismus/Faschismus oder reiht euch ein in den Fernseh/Bild/Angela-Merkel-Lügen-Reigen und werft einen guten Mitstreiter aus eurer eigenen Partei. Rosa Luxemburg ick hör dir trapsen.

  32. @mundderwahrheit (26.)

    Mutierte Föten afghanischer Mütter sind hier zu finden:

    http://www.afghanistanafterdemocracy.com/

    Gut, dass die Bundeswehr durch Entlastung der nuklearwaffen einsetzenden us-troops hierbei aktiv mitgeholfen hat… B-) ..aaaber, auch der achtzigjährige sohn einer jüdischen mutter (s.u.) hat eine Bitte an Ulf Dunkel gerichtet, die ein einzelnes Menschlein Angesichts der z.B. bei Mordechai Vannunu angewendeten Methoden der politischen Gegner mit allerlei Staatsbürgerschaften und vielen Sayanim in den Medien, kaum tragen kann. Ulf Dunkel ist nicht Möllemann und will es nicht werden.


    Diese Erklärung habe ich vor allen Din g en d esh a lb ab g eg eb en , um d en Druck von meiner Familie, die wegen d er g eg en mic h au sg es pr oc h en en Morddrohungen große Angst hatte, zu n eh m en .

    http://www.abgeordnetenwatch.de/ulf_dunkel-1499-66412.html

    Es sieht so aus, als sei auch jörg rupp sozusagen überzeugt worden und dieser argumentiert, er habe nicht gewusst, das anführunszeichen benutzt worden seien, wo doch andere an anderer Stelle auch Anführungszeihen machen und das sei ja ganz furchtbar oder so.

    Ich persönlich kann zwar nicht erkennen, warum Sophie Scholl als deutsche Schuld am Holocaust sein soll, oder warum meine Mutter (Jahrgang 1940) als deutsche Schuld am Holocaust sein soll oder warum die in bremen-findorff gefolterten bremer kommunisten schuld am holocaust ein sollen, doch alle Opfer Deutschlands sollen selber Schuld tragen, wenn sie deutsche sind. Das hätten die Nazis gern.

    Die Alliierten allerdings haben zwischen opfern, tätern und denen dazwischen unterschieden und nicht nur, aber auch wegen des Holocausts am 1945-05-08/09 Deutschland für immer von der Landkarte gefegt. Weil es nach Mitternacht war, als unterschrieben wurde, feiern die Russen die Vernichtung Deutschlands am neunten mai.

    Demilitarisierung, Denazifizierung und Demokratisierung, die drei Ds, das bezog sich auf die hinterbliebene Bevölkerung des deutschsprachigen Landstrichs der West-alliierten und die 1949 gegründete Bundesrepublik Deutschland, aus deren heutigem Bundesland McPomm gerade die Patriots zum Schutz vor Nuklearraketen m.E. aus Tel Aviv in ein NATO-Partnerland geliefert wurden, in dem gerade der Mavi Marmara Prozess vertagt wurde, diese BRD, deren ersten Namensteil man zur deutlichen Trennung von Holocaust, Angriffskrieg auf die sowjetunion etc. immer dazusagen muss (da weigert sich mancher zentralrat), diese BRD wurde gerade durch Aufnahme von Augstein in die top ten der Antisemiten für die nicht-Ablehnung Palästinas bei der UN-wahl bestraft.

    Ulf Dunkel wurde von wem wann warum auf die Tagesordnung gesetzt? Es geht hier nicht um Ulf Dunkel.

  33. Herr Dunkel, ich zolle Ihnen Respekt für Ihre aufrichtigen und von Emotionen geprägten Äusserungen zum Thema. Sie haben sich getraut das auszusprechen was Millionen von Menschen denken, aber sich kaum trauen auszusprechen.

    Es geht allein um das Kindeswohl und das Recht des Kindes auf ReligionsFREIHEIT. Ein solch massiver und im wahrsten Sinne des Wortes einschneidender Eingriff in die körperliche Unversehrtheit eines Kindes ist nicht im Geringsten mit irgendwelchen religiösen Traditionen zu rechtfertigen.

    Die einseitige Diskussion in den politischen kreisen und in den Medien war geneigt dass so manch ein ansonsten ruhig und besonnen argumentierender „Normaldenkender“ mal die Cointenaince verliert und Tacheles redet.

    Ich vermisse den Aufschrei der politischen Vertreter als von manch Rabbis das Urteil des LG als größter Angriff auf jüdisches leben seit dem Holocaust gewertet wurde.

    Das ist eine infame und nicht hinnehmbare Verunglimpfung der Opfer des Holocaust. Mit Verlaub, es waren nicht nur die Juden die dem Holocaust zum Opfer fielen. Es wurden auch zigtausende politisch Andersdenkende, Homosexuelle, geistig Behinderte, eben alle irgendwie „unrein“ empfundene Menschen auf übelste und nicht vorstellbar grausame Weise umgebracht.

    Diese Verbrechen an der Menschheit mit einem „Angriff“ durch ein nach rechtsstaatlichen Grundsätzen gefälltes Urteil eines LG gleichzusetzen, erfüllt meiner Meinung nach den Straftatbestand der Volksverhetzung nach §130 Abs. 3 des StGB und gehört entsprechend geahndet.

    Die Politik hatte wohl Angst vor einer längts überfälligen Auseinandersetzung. Wir leben im hier und jetzt und müssen die Probleme von heute lösen. Da sind alte Mechanismen zur Schuldgefühlerzeugung nicht zielführend sondern halten uns in dem lähmenden Double-Bind in dem wir uns seit Jahren befinden.

    Wären Sie Kandidat in meinem Wahlkreis, würde ich Sie wählen. Und wenn ich könnte sogar mit zwei Kreuzle. Und wenn Sie gewinnen würden, würde ich von Ihnen erwarten dass Sie das Mandat annehmen und unsere Stimme vertreten.

    Bleiben Sie bitte am Ball!

  34. Kann man denn wirklich gar nichts mehr gegen dieses fürchterlich Beschneidungs-Gesetz unternehmen? Das verstößt doch ganz klar gegen §§ 1 bis 4 (einschließlich) des Grundgesetzes:

    Nach § 1 ist die Menschenwürde unantastbar, die Menschenrechte sind unantastbar und unveräußerbar, die Grundrechte binden die Gesetzgebung.

    Hier wird das Grundrecht männlicher jüdischer und muslimischer Kinder sehr wohl angetastet und an die Religionsvertreter verkauft.

    Nach § 2 hat jeder nur so viel Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.

    Jüdische und muslimische Religonsvertreter (natürlich auch Eltern!) entfalten sich sehr wohl durch Missachtung der körperlichen Unversehrtheit ihrer Söhne.

    Nach § 3 sind alle Menschen gleichberechtigt, auch Männer und Frauen und niemand darf u.a. wegen seines Glaubens und seiner religiösen Anschauung bevorzugt oder benachteiligt werden.

    Außer jüdischen und muslimischen Jungen.

    Nach § 4 genießt jeder Mensch die unverletzliche Freiheit des Glaubens und des religiösen Bekenntnisses und darf seine Religion frei ausüben.

    Nur jüdische und muslimische Kinder: Sie bekommen ein „Brandzeichen“, wie Pferde und Rinder. Freie Entscheidung? Nope.

    Es kann doch nicht wahr sein, dass die Mehrheit der gewählten „Volksvertreter“ genau diese wesentlichsten Grundrechte mit Füßen tritt!

    Wenigstens der Bundesverfassungsgericht sollte hier einen Riegel vorschieben und die übereifrigen Gesäßeindringlinge zur Räson rufen und ihnen klar machen, dass sie hier ihre Kompetenzen weit überschritten haben.

  35. Heute in der MT (S.9 unten): „Allerdings ist es möglich, dass manche Wähler den Grünen die Zweitstimme verweigern, weil sie von Dunkels Äußerungen zur Beschneidung abgeschreckt worden sind.“

    Nein, sondern weil sie Dunkel die Unterstützung verweigerten!

    • „Was ist Wahrheit? – Drei Wochen Pressearbeit, und alle Welt hat die Wahrheit erkannt. Ihre Gründe sind so lange unwiderleglich, als Geld vorhanden ist, sie ununterbrochen zu wiederholen.“

      Spengler – Der Untergang des Abendlandes

  36. Am 1.1.2013 habe ich an den Landesverband der Grünen in Niedersachsen folgendes geschrieben:
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    mit Bestürzung habe ich zur Kenntnis genommen, was mit Ulf Dunkel geschehen ist.  Ich will zwar nicht mutmaßen, von welchem Geist Sie getrieben werden, aber daß das alles nichts mehr mit Demokratie zu tun hat, was Sie hier zelebrieren, das dürfte klar sein.

    Ich habe das ganze Gedicht gelesen, und auch verstanden. Was wurde daraus gemacht? Es wurden bestimmte Passagen aus dem Zusammenhang entnommen, die man dann in einen bestimmten Tenor gebracht hat. Erst dann sah man sich in der Lage, mit dem Finger auf den Mann zu zeigen. Goebbels war übrigens ein Meister in dieser Taktik.

    Um dem gleich vorzubeugen, daß Sie mir unterstellen könnten, ich würde Sie oder Ihre Partei in Verbindung mit Goebbels bringen, möchte ich gleich dazusagen, warum sich mir dieser Name aufdrängt: Ich stelle mir ernsthaft die Frage, ob mein Großvater, der damals im 3. Reich im Widerstand sein Leben gelassen hat, das heute wieder tun würde, – wenn er wüßte, was dabei herausgekommen ist……

    Letztlich paßt alles in Schema. Ihre Partei läßt in dieser -so wie in so vielen anderen Angelegenheiten – keine Pluralität der Meinungen mehr zu, sondern legt großen Wert darauf, daß die von der Parteizentrale vorgegebene Meinung vertreten wird. So was gabs übrigens auch mal in der ehemaligen DDR.

    Auf mein persönliches Anschreiben an Frau Dr. Flachsbarth, Mitglied der Bundestagsfraktion der CDU-CSU, Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften, erhielt ich eine persönliche Antwort, aus der hervorging, daß es bei der Diskussion um die Beschneidung gar nicht so sehr um das Kindeswohl ging, sondern vielmehr um die “Überwindung” der juristischen Schwierigkeiten, die aus dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland resultieren.
    Ich zitiere aus der Antwort v. 23.10.2012: “ Ich möchte, dass wir die Rechtsicherheit für die Beschneidung männlicher Kinder schnell wieder herstellen. Mit breiter Mehrheit haben wir daher im Deutschen Bundestag bereits am 19. Juli 2012 bekräftigt, dass wir die Knabenbeschneidung, wie sie seit Jahrtausenden zentraler Bestandteil der jüdischen und muslimischen Religion ist, weiterhin ermöglichen möchten.”

    Da sich Ihre Partei genauso diesem Dogma unterworfen hat, ist es nur sinnlogisch, wenn Sie die Befürworter der juristischen Umschreibungen bevorzugen, und diejenigen verdammen, die sich für das eigentliche Wohl der Kinder interessieren. Würde es in Deutschland das Instrument der bundesweiten Volksabstimmung geben, dann könnten Sie sich lebhaft vorstellen, daß für die Entscheidung der Parlamentarier am 12.12.2012 keine Mehrheit zustande gekommen wäre.

    Den Kerninhalt einer Demokratie, so wie sie von Voltaire beschrieben wurde („Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“) haben Sie – so wie viele andere Parteien – längst ad acta gelegt.

    Das aber, was Sie mit Ihrem Repräsentanten im Kreisverband Cloppenburg vorgeführt haben, ist mehr als schäbig. Aber es entspricht dem derzeitigen Zeitgeist Ihrer Partei.

    Ich erwarte nicht, daß Sie Ihre Entscheidungen revidieren, dazu bräuchte es ein gewisses politisches und vor allem moralisches Rückgrat. Aber ich wollte Ihnen mit diesem Schreiben klarmachen, wie derlei Vorgänge nicht nur im unmittelbaren Bereich von Cloppenburg, sondern in ganz Europa verfolgt und registriert werden. Die wenigsten allerdings werden Ihnen deshalb schreiben.

    Mit freundlichen Grüßen

    Helmut Novak

    N.S.:Ich werde mir aber erlauben, diese Schreiben als offenen Brief zu verwenden, um ihn an die Medien weiterzuleiten, die mir als geeignet erscheinen. Allerdings werde ich noch eine Woche lang abwarten, für den Fall, daß Sie auf dieses Schreiben antworten sollten. Wie ich beobachten konnte, wird im Allgemeinen auf unbequeme Zuschriften ohnehin nicht geantwortet, da verfüge ich über gewisse Beispiele , auch bei den großen Volksparteien. Sollte ich aber – wider Erwarten – doch eine Antwort erhalten, wird diese zusammen mit meinem Schreiben veröffentlicht. Mit Sicherheit noch vor dem 20.1.2013.

  37. Danach habe ich am 10.1.20133 folgende Antwort (in Rundbrief-Qualität) erhalten:
    Re: Problematik um Ulf Dunkel
    Donnerstag, 10. Januar, 2013 13:33 Uhr

    Aktuelle Auseinandersetzung um Rückzug Ulf Dunkel

    Sehr geehrte Damen und Herren

    uns erreichen aktuell zahlreiche Mails und Nachrichten zur
    Auseinandersetzung um Ulf Dunkel.

    Unter diesem Link finden Sie die öffentliche Erklärung des
    Landesvorstandes der Grünen Niedersachsen zur aktuellen Auseinandersetzung:
    http://www.gruene-niedersachsen.de/themen/meldungen/artikel/article/erklaerung-der-landesvorsitzenden-anja-piel-und-jan-haude.html?cHash=a0c84a964c31af51078b9b3feab9a01e

    Es ist uns dabei wichtig zu betonen, dass wir uns nicht von Ulf Dunkel distanziert haben, weil er sich kritisch zur religiösen Beschneidung von Jungen geäußert hat. Es ist völlig legitim, in dieser Frage auch grundsätzliche Kritik zu äußern und innerhalb der Grünen Partei haben wir diese Frage duchaus kontrovers geführt und werden sie weiter führen.
    Der Landesvorstand der Grünen Niedersachsen hat sich von Ulf Dunkel distanziert, weil er Formulierungen gewählt hat, die die nötige Distanz zu antisemtischen und fremdenfeindlichen Einstellungen missen lassen.

    Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir nicht einzeln auf jede Email reagieren können.

    Mit freundlichen Grüßen

    Anja Piel und Jan Haude
    Landesvorsitzende

  38. Daraufhin habe ich nochmals eine Erwiderung gesendet, und zwar am 11.1.2013:
    Vorgang um Ulf Dunkel

    Sehr geehrte Frau Helmhold,
    ich bedanke mich für Ihre Antwort vom 10.1.2013. Natürlich habe ich Verständnis dafür, daß Sie nicht einzeln auf jede Zuschrift eingehen können und sich eines generellen Statements dazu bedienen. Ich kann mir gut vorstellen, daß es eine Menge von Leuten gibt, die über diesen Vorgang bei Ihrer Partei negativ reagieren.

    Nur: Diese Stellungnahme der Landesvorsitzenden Anja Piel und Jan Haude ist – auf die aktuelle Diskussion bezogen – ohne inhaltliche Substanz. Sie wollen die Quadratur des Kreises bewerkstelligen, aber Sie schaffen es nicht. Sie erklären einen Vorgang mit anderen Worten, die aber letztlich dasselbe ergeben.

    Genauso könnten Sie behaupten, daß etwas nicht „grün“ ist, weil es sich um eine Mischfarbe aus „blau“ und „gelb“ handelt. Allerdings verschweigen Sie dabei, daß genau das dann doch wieder  optisch auf „grün“ herauskommt.

    Was meine ich damit:
    Sie behaupten einerseits, daß es in Ihrer Partei legitim ist, eine kontroverse Diskussion zum Thema der Beschneidung in Deutschland zu führen, ich zitiere „…auch grundsätzliche Kritik zu formulieren“.
    Im Zuge derselben Argumentation aber verwahren Sie sich andererseits gegen antisemitische und fremdenfeindliche Einstellungen. Ich zitiere: “ Wir akzeptieren derartige Äußerungen in unseren Reihen nicht.“

    Jeder, der halbwegs neutral diese Diskussion verfolgt (hat), weiß, daß jedes „Infragestellen“ der Beschneidung von Säuglingen von der jüdischen Seite als „antisemitisch“ bezeichnet wird. Genauso wird von den Moslems jede Kritik an der Kinderbeschneidung als „fremdenfeindlich“ eingestuft.

    Diese Bewertung wird auch in Ihren Reihen zum überwiegenden Teil unterstützt. Deswegen wird jede anderslautende Meinung unterdrückt und mit Restriktionen belegt. Dabei ist es völlig gleichgültig, ob das mit sanfteren oder derberen Worten, in Vers- oder in Prosaform zum Ausdruck gebracht wird. Wenn es eine wahrheitsgemäße Aussage zu diesem Thema geben könnte, dann nur in der Richtung, daß eine offene Diskussion und kontroverse Meinung zu diesem Thema in Ihrer Partei nicht möglich ist.
    Herr Dunkel hat gegen diese internen Vorgaben verstoßen, deswegen wird er mit Restriktionen belegt. Ihre Partei kann hier gar nicht anders vorgehen, zumal sich sogar Herr Graumann in diese Diskussion eingeschaltet hat.
    Wenn hier etwas zu begrüßen ist, dann ist es die Tatsache, daß es doch Übereinstimmungen zwischen den jüdischen und den moslemischen Mitbürgern gibt. Wenn sich diese Gemeinsamkeiten aber auf das Aussehen des Penis reduzieren, dann ist das traurig und bezeichnend genug. Aber es zeigt, auf welchem Niveau und mit welcher Geisteshaltung sich diese Kulturen bewegen. Zum Glück gab es in Europa Verfechter des Humanismus und der Aufklärung, beginnend mit Erasmus von Rotterdam bis Honterus und vielen anderen. Ansonsten würde man wahrscheinlich immer noch die Hexen verbrennen.
    Bereits im 18. Jhdt. hatte der französische Philosoph Voltaire bemerkt, wie es mit der Wahrheit steht: „Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles, was wahr ist, solltest du auch sagen.“
    Herr Dunkel hat diesen Rat nicht befolgt. Deshalb muß er nun dafür büßen. Eingebüßt hat aber auch der Anspruch Ihrer Partei auf Meinungsvielfalt. Mehr, als Sie denken. Eigentlich schade.

    Mit freundlichen Grüßen

    Helmut Novak

  39. Dazu muß ich sagen, daß dieser Schriftverkehr an verschiedene Zeitungen gegangen ist, sowie an mehrere Politforen. Es entzieht sich meiner Kenntnis, inwieweit es dann veröffentlicht wurde.
    Fest steht, daß Zeitungen, wie z.B. die haz, gar nicht darauf reagiert haben.
    Genauso erging diese Information an Frau Wagenknecht, – was ich aber im weiteren Verlaufe als unsinnig empfand, weil sich die Linken ja neuerdings als potenzieller Koalitionspartner für Rot/Grün aufdrängen.
    Das wiederum heißt, – egal um welches Problem es sich dreht, – wenns hart auf hart geht, halten sie alle zusammen, – egal, welcher Partei sie angehören.
    Fazit: es kotzt mich an, was hier läuft.
    Ich kenne Herrn Dunkel nicht persönlich, aber ich habe vor jedem Respekt, der in einer politischen Verantwortung steht und sich noch getraut, die Dinge beim Namen zu nennen.
    Das ,was hier geschehen ist, ist der erste Schritt zur Diktatur, – nämlich die bewußte Einschränkung der Meinungsfreiheit. Daß es gerade die Grünen sind, die so etwas praktizieren, zumal sie noch das unbequeme Anhängsel „Bündnis 90“ mit sich rumschleppen, ist bezeichnend genug.
    Was sagte mal Mahatma Ghandi?
    „Ziviler Ungehorsam wird zur heiligen Pflicht, wenn der Staat den Boden des Rechts verlassen hat.”
    Steht nicht im Grundgesetz das Recht auf freie Meinungsäußerung?
    Ich ermächte hier jeden, diesen Schriftverkehr weiter zu publizieren. Von mir aus mit meiner vollen Namensangabe, einschl. Wohnort (Mediasch, Siebenbürgen).
    Warum? Wehret den Anfängen, kann ich nur sagen. Es soll dann später niemand behaupten, sowie im 3. Reich, „wer hat denn das gewußt, wer hat denn das geahnt,…“
    Noch kann man öffentlich den warnenden Zeigefinger heben. Noch, sagte ich.
    Wielange noch?

  40. Mehr Hygiene bei der Beschneidung – Frankfurter Rundschau (13.09.2012)
    http://www.fr-online.de/politik/usa-mehr-hygiene-bei-der-beschneidung,1472596,17246008.html
    Nachdem Kinder bei einem bestimmten Teil des Beschneidungsrituals, der metzitzah b“peh, bei der der Mohel, der Beschneider, wie der Brauch es vorsieht, mit dem Mund das Blut von der Wunde absaugt, mit Herpes infiziert wurden, fordert New Yorks Oberbürgermeister Michael Bloomberg stengere Regel.

    Außerhalb des Kontextes der Beschneidung landet man dafür zurecht im Knast! Religiöser Oralverkehr ist Ordnung ?

  41. In einem Interview mit dem Rechtswissenschaftler Holm Putzke, dem „geistigen Vater“ des Kölner Beschneidungsurteils, hat Prof. Putzke das überhastete Vorgehen der Politik kritisch betrachtet. Er hat die Erwartung, dass sich die Menschen in einigen Jahren an den Kopf fassen und fragen werden, „welcher Teufel den Gesetzgeber geritten hat, die körperliche Unversehrtheit von Kindern und ihr Selbstbestimmungsrecht derart mit Füßen zu treten.“
    Siehe: „Den Gesetzgeber hat der Teufel geritten“ Prof. Dr. Holm Putzke, http://hpd.de/node/14709

  42. Ist es tatsächlich schlimmer, die Zwangsbeschneidung von Knaben in Frage zu stellen als das Existenzrecht Israels?

    Den Eindruck muß man bekommen, wenn man vergleicht, wie mit Ulf Dunkel umgegangen wird und wie mit Anis Ferchichi alias „Bushido“, der auf seinem Twitter-Profil Israel von der Landkarte streicht.

    Dunkel wird trotz seiner Entschuldigung als Antisemit abgestempelt, Im Fall Bushido dagegen beläßt man es vorerst bei einer milden Ermahnung (obwohl dieser Mensch schon oft genug durch Haß gegen Frauen und Schwule aufgefallen ist):

    ///Sofortigen Klärungsbedarf sieht auch der Grüne Omid Nouripour: „Bushido muss dringend erklären, ob er die Zweistaaten-Lösung ablehnt“, sagte der Außenpolitiker zur SZ. Nouripour betonte die Wirkung solcher politischer Statements: „Bushido ist ein Vorbild gerade für viele jungen Muslime in Deutschland und darf keine Hetze von sich geben.“///

    http://www.sueddeutsche.de/politik/twitter-profil-von-rap-musiker-bushido-praesentiert-nahost-karte-ohne-israel-1.1570823

  43. Sehr geehrter Herr Dunkel,
    nachdem ich nicht weiß, wie ich Sie sonst kontaktieren soll, bediene ich mich dieser Möglichkeit.
    Der Grund meines Schreibens ist zweierlei.
    Zum einen interessiert mich, wie es mit Ihrer politischen Laufbahn weitergeht. Ich hoffe, daß der Wind, der Ihnen ins Gesicht geblasen wurde, Sie nicht zu Fall gebracht hat. Denn Sie lagen richtig, und haben darüber hinaus auch genügend Unterstützung von Dritten erhalten, zumindest moralisch.
    Da ich im Ausland lebe und die Zeitungen derzeit nichts über Sie berichten, frage ich auf diese Art. Es interessiert mich eben.

    Zum anderen frage ich mich, in welcher Partei Sie überhaupt sind, resp. ob Sie überhaupt in der richtigen Partei sind. Leider kann ich Ihnen auch keine Alternativen für Ihre Partei anbieten, aber wenn Sie den nachstehenden Schriftverkehr lesen, dann werden Sie zumindest den Kopf schütteln.
    Auch ich war – gelinde gesagt – erstaunt über die Reaktion Ihrer Partei.
    Auf der einen Seite regt man sich über Ihre Kritik an der Beschneidung auf, aber auf der anderen Seite findet man den durch die Verwendung der Uranwaffen verursachten Genozid an den Säuglingen im Irak als „kein drängendes gesellschaftliches Problem“.

    Irgendwie ist beim Bundesvorstand in Berlin der Sinn für die Verhältnismäßigkeit verlorengegangen.

    Im nächsten Kommentar drucke ich diese drei Schreiben hintereinander ab, erst meine ursprüngliche Anfrage, dann die Antwort aus Berlin darauf und danach meine Rückantwort.

    Ich glaube, da braucht man dazu nichts mehr kommentieren.

    Mit freundlichen Grüßen

    Helmut Novak

  44. 11.2.2013:

    Sehr geehrter Herr Novak,

    vielen Dank für die Anfrage.

    Wir bekommen zunehmend Links zu Filmen, Webseiten oder umfangreichen Ausführungen Dritter zugesandt, auf die Bürgerinnen und Bürger im Internet gestoßen sind. Wir werden dann gebeten das zu bewerten und Stellung dazu zu beziehen. Lassen Sie mich dazu sagen: Es gibt im Internet zahllose Veröffentlichungen unterschiedlicher Relevanz. Das
    Netz hat große Vorteile aber auch einige Tücken. Jeder kann dort anonym irgendetwas auf bestimmte Plattformen hochladen – das muss keinerlei Hand und Fuß haben. Beliebige Zeitungsartikel, Blogs, Forenbeiträge oder
    Webseiten zu rezensieren und auf Substanz zu überprüfen übersteigt unsere Arbeitskapazitäten ebenso, wie Erklärungen aller erdenklichen Phänomen und Gedankengänge. Das ist auch nicht Aufgabe einer Partei.

    Wir investieren unsere Arbeitskraft in die Suche nach Lösungen für drängende gesellschaftliche Probleme. Wir informieren gern darüber, diskutieren unsere Vorstellungen, werben um Zustimmung und versuchen Mehrheiten zu überzeugen. Sie können sicher sein, dass alle unsere
    Vorschläge selbstverständlich auf wissenschaftlichen
    Forschungsergebnissen und aktuellen gesellschaftlichen Erkenntnissen basieren.

    In jedem Fachbereich sind bei uns Expertinnen und Experten tätig, die national und international Kontakte zu Universitäten, zu Forschungseinrichtungen, zu gesellschaftlichen Gruppierungen, zu Verbänden, zu NGOs uvm. pflegen, um sich über aktuelle Entwicklungen auf ihrem Themengebiet auf dem Laufenden halten und diese in die politische Debatte einzubringen.

    Wenn Sie konkrete Fragen zu unserer Politik haben, beantworten wir die jederzeit gern.

    Mit freundlichen Grüßen

    Hans-Christian Mrowietz

  45. 11.2.2013:

    An:
    „Info“
    Sehr geehrter Herr Mrowietz,

    vielen Dank für Ihre rasche Antwort.

    Obwohl ich von der Art der Antwort davon ausgehe, daß es sich um eine vorgefertigte Erklärung handelt, die täglich dutzendmal verschickt wird, will ich doch versuchen, anhand Ihrer Antwort mein Schreiben nochmals zu beleuchten.

    – Sie gehen also davon aus, daß der besagte ARD- Beitrag über die DU-Waffen im Irak etwas sein könnte, was der Grundlage entbehrt.

    – Uranhaltige Waffen (Depleted Uranium) sind Ihnen also nicht geläufig, das müßten Sie erst auf „Substanz“ überprüfen, was wiederum nicht Aufgabe einer (oder Ihrer) Partei wäre.

    – Sie schreiben: „Wir investieren unsere Arbeitskraft in die Suche nach Lösungen für
    drängende gesellschaftliche Probleme.“. In der Umkehrlogik stellt also der durch die Verstrahlung hervorgerufene Genozid für die Grünen kein drängendes gesellschaftliches Problem dar.

    – Sie unterstreichen, daß Ihre Erkenntnisse auf wissenschaftlichen Forschungsergebnissen beruhen. Demnach stellen Sie sich in eine Reihe mit der britischen und der US-Armee, die sämtliche medizinischen Untersuchungen der Folgen der Verstrahlung und den Zusammenhang mit dem Einsatz von Uran-Waffen ablehnen.

    – meine im Vorschreiben gestellt Frage, ob Sie sich an der 3-Punkte Forderung an die britischen Oberbefehlshaber beteiligen oder ob Sie dazu schweigen, stellt für Sie keine konkrete Frage dar.

    Sehr geehrter Herr Mrowietz, ich bete, daß die Grünen nicht in die Regierungsverantwortung im Bund kommen. Denn diese Grundhaltung ist noch schlimmer als die der derzeitigen Regierungsparteien.

    Trotzdem nochmals vielen Dank für Ihre ehrliche Antwort, wir werden diese publizistisch zu würdigen wissen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Helmut Novak

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