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PriMus sei Dank ist die Kammersonate nun endlich als Partitur und in Einzelstimmen gesetzt.

Da die Sinfonietta Bulgaria auch dieses Jahr wieder durch Deutschland tourt (und glücklicherweise mal wieder zwei Wochen im Hof am Kolk bei Löningen wohnt), habe ich mich endlich aufraffen können, die Noten fertigzusetzen.

Viktor Ilieff hat die Stimmen heute bekommen. Bin gespannt, ob er was mit der Kammersonate anfangen kann. Ich kann mir das Stück in seinem Repertoire sehr gut vorstellen.

Jahre lang habe ich brav nachgeplappert, was alle sagten, weil es alle sagten: »die URL«. Ich hatte – wie vermutlich viele andere auch – lange gar keine Ahnung, wofür die drei Buchstaben URL stehen, während mir die Bedeutung schon klar war: »URL ist irgendwas im Internet, das man anderen mitteilen kann, die es dann auch finden.«

Mittlerweile bin ich vermutlich der, weswegen der Duden beim Eintrag zu URL schreibt: »URL, [...] (seltener) der«. Denn:

URL ist ein Akronym, dessen Buchstaben für den englischen Begriff »Unified Resource Locator« stehen, auf Deutsch so was wie »vereinheitlichter Ressourcen-Bezeichner«. Auch der Begriff »Locator« wird mittlerweile, da wie so vieles aus dem Englischen übernommen, im Deutschen immer öfter verwendet.

Aber niemand würde »die Locator« sagen und niemand würde »die Bezeichner« (Einzahl!) sagen. Ein Bezeichner ist im Deutschen männlich, bekommt also den bestimmten Artikel »der«, ebenso wie das aus dem Englischen übertragene Wort »der Locator«. (Alle möglichen und unmöglichen Fremdwörter, die auf »tor« enden, werden im Deutschen männlich bezeichnet. – »Hömma, die Terminator steht vore Tür. Kommt die wegen Dich, ey?«)

Auch vom Kontext her gibt es keinen Grund, einen URL zu verweiblichen. Die meisten URLs haben keinen weiblichen Charme. Und sie auch im Deutschen mit einem Plural-s zu beglücken, halte ich für absolut legitim, da der Akronym-Wortbestandteil »Locator« nach wie vor englisch ist und die Mehrzahl von »the locator« immer noch »the locators« ist. Niemand würde »die Locatoren« oder »die Lokatoren« im Deutschen verwenden; das englische Fremdwort hat diese Eindeutschung noch nicht erfahren.

Und es heißt auch nach wie vor nicht »die Mofa«, auch wenn das einige Zeitgenossen stur anders sehen: »Hömma, wem is die Moffa im Hoff? – Icke! – Mach die da wech, ey, oder ich mach die im Aarsch.«

Also, Zeitgenossen und Landsleute, die ihr mit URLs hantiert: Tut der schönen deutschen Sprache einen Gefallen und verwendet den URL im Sprachgebrauch (z.B. in Anleitungen und Handbüchern) doch logisch richtig:

Einzahl: der URL, Mehrzahl: die URLs.

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Nachdem ich im Frühsommer 2009 das akustische und optische Vergnügen hatte, die Sinfonietta Bulgaria in der Löninger St.-Vitus-Kirche zu hören, hatte ich spontan das Gefühl, dass deren Besetzung eigentlich für eine überarbeitete Fassung meiner »Kammersonate in C alteriert« ideal wäre.

Jetzt bin ich nur gespannt, wie lange es dauert, bis ich die Partitur mit meinem Leib- und Magen-Notensatzprogramm PriMus neu gesetzt und angepasst habe. Mir hat gefallen, wie der Leiter der Sinfonietta Bulgaria, Viktor Ilieff die Partituren in A4 spiralgebunden hatte. Große Partitur-Formate scheinen out zu sein.

Und dann ist natürlich noch die Frage, ob die Sinfonietta Bulgaria das Stück überhaupt spielen würde.

Jetzt blogge ich also auch noch.

Mal sehen, wie das sich noch entwickelt. Ich grüble noch, was ich mit diesem Blog erreichen will, habe also die besten Voraussetzungen für ein Blog.

Also tauche ich erstmal in die Tiefen von WordPress ein, bevor ich hier richtig loslege. Aber das behauptet vermutlich auch jedeR.

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